FAQ

FAQ2022-03-07T04:36:56+00:00

An dieser Stelle möchten wir auf häufige Fragen im Zusammenhang mit der mitteltiefen und tiefen Geothermie eingehen. Ihre Frage ist nicht dabei? Kommen Sie gerne auf uns zu.
KONTAKT
Was bedeutet Geothermale Charakterisierung?2021-11-18T10:17:59+00:00

Geothermale Charakterisierung bedeutet die Beschreibung und Bewertung des Untergrundes im Hinblick auf seine geothermische Nutzung. Hierzu werden Untergrundeigenschaften, die für eine Gewinnung geothermischer Energie entscheidend sind (z. B. Wärmeleitfähigkeit, Permeabilität, etc), ermittelt und ausgewertet.

Warum gerade das nordrhein-westfälische Rheinland und der Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges?2021-11-18T10:18:40+00:00

Diese beiden Regionen wurden aufgrund bereits vorhandener Basisdaten als Pilotregionen ausgewählt. Ergänzend wurde der hohe Wärmebedarf der Metropolregion Rhein-Ruhr als Kriterium für eine prioritäre Bearbeitung angesetzt.

Wer hat das Projekt beauftragt?2021-11-18T10:19:20+00:00

Das Projekt wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW beauftragt und geht auf den parteiübergreifenden Landtagsbeschluss vom 20. März 2019 zurück, den Einsatz der Geothermie zu fördern, um die Wärmepotenziale des Landes optimal nutzen zu können.

Warum fokussiert sich das Projekt bei der tiefen Geothermie auf Karbonatgesteine?2022-01-26T11:16:42+00:00

Karbonatgesteine eignen sich aufgrund ihrer Verkarstungsfähigkeit besonders gut für eine hydrogeothermale Nutzung, da in ihren möglichen Hohlräumen im Untergrund heißes Wasser zirkulieren kann.

Was ist mit anderen Gesteinen als potenzielle geothermale Reservoire?2021-11-18T10:21:22+00:00

Neben Karbonatgesteinen sind auch wasserführende poröse Sandsteine potenziell für eine hydrogeothermale Nutzung geeignet. Weniger stark wasserführende Gesteinsschichten, wie. z. B. Ton- und Schluffsteine, können über geschlossene Erdwärmesonden als geothermische Reservoire genutzt werden. Das petrothermale System EGS, bei dem Wasserwegsamkeiten im Gestein mithilfe von Wasserdruck erzeugt werden (Stimulation), wird in dem Projekt GTC nicht verfolgt.

 

Was ist der Unterschied zwischen der hydrothermalen und petrothermalen Geothermie?2021-11-18T10:21:59+00:00

Während bei der hydrothermalen Geothermie heiße Tiefenwasservorkommen über Brunnensysteme (Doublette) genutzt werden, wird bei der petrothermalen Geothermie das heiße, nicht wasserführende Gestein als Wärmetauscher genutzt. Dies kann über tiefe Erdwärmesonden erfolgen.

Warum findet die Bohrung in Düsseldorf statt?2021-11-18T10:25:20+00:00

Wir wissen, dass im Norden von Düsseldorf die karbon- und devonzeitlichen Kalksteinhorizonte nach Norden hin abtauchen. Unklar ist jedoch, in welchem Maß dies erfolgt und welche geotektonischen Strukturen damit verbunden sind. Mit der Bohrung und den begleitenden bohrlochgeophysikalischen Untersuchungen hofft der GD NRW hierüber neue Erkenntnisse zu gewinnen.

 

Wann werden erste Ergebnisse vorgestellt?2021-10-25T11:10:40+00:00

Die Ergebnisse des Projektes werden Ende 2022 vorgestellt und sind dann für die Öffentlichkeit über ein Geothermieportal jederzeit kostenfrei abrufbar.

Wer kann die Daten nutzen?2021-11-18T10:26:14+00:00

Während die oberflächennahe Geothermie für die Versorgung von Ein- und Mehrfamilienhäusern bis hin zu Verwaltungs-/Gewerbegebäuden mithilfe zwischengeschalteter Wärmepumpe geeignet ist, ist die Zielgruppe der Nutzung der mitteltiefen und tiefen Geothermie bei den Kommunen, Energieversorgern und energieintensiven Industrien zu finden. Dies resultiert zum einen aus dem höheren geothermischen Wärmeangebot des tieferen Untergrundes und zum anderen aus den höheren Investitionskosten für die Erschließung der Reservoire.

Werden konkrete Projekte geplant?2021-10-25T11:09:40+00:00

Der GD NRW stellt die neuen Daten als Basisdaten für eine Planung geothermischer Projekte zur Verfügung, er plant jedoch keine eigenen Projekte. Diese müssen aus den Regionen initiiert und realisiert werden. Der GD NRW steht jedoch gerne beratend zur Seite.

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